Geschichten aus Eden
Schwere Zeiten– wie mich mein Mindset getragen hat
21. Oktober 2026 · Geschichten aus Eden
Wir haben wirklich ein paar sehr schwere Jahre hinter uns. Corona hat Lebensbaum Eden frontal getroffen. Wir waren einfach viel zu jung, ohne Rücklagen, und sind von heute auf morgen in Schulden hineingerutscht. Die Auswirkungen davon waren wirklich enorm und haben sich bis jetzt weitergetragen, wie bei vielen Selbstständigen. Ich denke, für die meisten Menschen war die Corona-Geschichte herausfordernd auf die eine oder andere Art und Weise.
Wir haben auch die Corona-Hilfe erhalten, wo wir dann teilweise aus Missgeschick einen Teil davon zurückzahlen mussten. Zudem ging unser damaliger Herr Müller, unser Renault, kaputt und es musste ein neues Auto her. Und das alles in der Corona-Zeit, wo keine Einnahmen waren. Wir brauchten aber ein Auto, damit wir wieder starten konnten, bis die Festivals so langsam wieder losgingen.
Ich versuchte, von irgendeiner Bank einen Kredit zu bekommen. Keine Chance. Als Selbstständige bekommt man nicht so einfach Kredit, vor allem wenn die Zahlen nicht stark genug sind. Ich war gesegnet, dass ein guter Freund von mir mir das Geld für ein neues Auto geliehen hat. Ohne seine Unterstützung gäbe es Lebensbaum heute wahrscheinlich nicht. Danke Perry!
Für mich waren das wirklich sehr schwere Jahre. Ich hatte immer ein Gesetz, nicht in Schulden zu gehen, und die ganze Zeit zu wissen, dass da Schulden sind, war schon harter Tobak. Irgendwann wusste ich, dass ich jetzt kreativ werden muss, damit Lebensbaum Eden diese Krise meistert. Und so bin ich erst einmal aus meiner Wohnung gezogen und habe ein Jahr in einem Wohnwagen in einem wundervollen Garten verbracht, um einfach die Miete zu sparen und das Geld in Lebensbaum Eden reinfließen lassen zu können. Und ich muss sagen: Es war wirklich ein wundervolles Jahr in unserem Garten.
Danach war dann klar, dass wir jetzt richtig Gas geben müssen, und so hatten wir die letzten zwei, drei Jahre zum Teil 35 Festivals im Jahr. Hinzu kam, dass Lebensbaum Eden ihre erste Festangestellte Annalisa bekam und die laufenden Kosten dadurch natürlich voll in die Höhe gingen. Aber es war auch gleichzeitig klar, dass ich das nicht mehr alleine mit ein paar Minijobbern oder Menschen, die mir Rechnungen schreiben, stemmen kann. Und so habe ich das Risiko auf mich genommen und Annalisa angestellt.
Nach der Corona-Zeit ging es für Lebensbaum Eden richtig nach vorne. Ein enormer Wachstumsschritt spielte sich ab und Wachstum kostet auch immer erst einmal. Das Schöne daran war, dass auf den Festivals einfach immer wieder zu erkennen war, dass mittlerweile sehr viele Stammkunden bei uns einkaufen und unsere Kleidung lieben und wir so langsam wirklich eine Brand kreierten.
Ich hatte immer wieder Phasen, wo ich wahrscheinlich tatsächlich schon in einem Burnout stand – und dennoch musste es weitergehen. In Absprache mit Annalisa und Freya habe ich angefangen, mich immer mehr aus dem Festivalgeschehen rauszuziehen. Und dann kam der nächste Schritt: Backoffice-Arbeit, Strukturen schaffen, Ordnung schaffen. Das alles wurde etwas vernachlässigt, da meine ganze Zeit und Energy erst einmal in die Abläufe der Festivals fließen musste. Und es war klar, dass wir mittlerweile eine Größe erreicht haben, wo einfach viel mehr Zeit der Ordnung und der Struktur gewidmet werden muss.
Ich bin sehr dankbar für die total tolle Zusammenarbeit mit Annalisa und Freya. Sie haben mir immer wieder bewiesen, dass sie auch ohne mich kleinere Festivals ohne Probleme rocken können.
In der Kasse ist es immer noch knapp. Es ist immer noch ein großer finanzieller Druck da. Ich weiß, dass es für viele Menschen in diesen Zeiten finanziell schwierig ist. Und vor allem sind Selbstständige davon enorm betroffen. Steigende Kosten, wo man nur hinschaut, tragen dazu bei. Und so ist es auch bei uns auf den Festivals. Überall sind die Kosten für die Festivals gestiegen. Von den Dieselpreisen gar nicht zu sprechen.
Ich hatte vor kurzem eine Sitzung mit meinem Osteopathen, der viel mehr als ein Osteopath ist, und ich erzählte ihm von dem Druck und dem Stress, der schon so lange anhält. Ich erzählte ihm auch von meiner Vision. Und er sagte zu mir:
Weißt du, du musst an deine Vision glauben, 100 Prozent, egal was kommt. Jede Herausforderung auf dem Weg zu deiner Vision trägt dazu bei, dass deine Vision ein starkes Fundament bekommt, auf dem du dann aufbauen kannst. Du musst einfach nur 100 Prozent daran glauben.
Als Stierfrau trage ich eine gewisse Sturheit in mir und ich nenne mich auch immer wieder liebevoll Bulldozer, weil ich wirklich die Gabe habe, auch in schwierigen Zeiten vorwärts zu schreiten und alles aus dem Weg zu räumen, was im Weg liegt.
Business war für mich ein riesengroßer Lehrmeister, der einem so viel über sich selbst und das Leben lehrt. Gleichzeitig ist es aber so, dass Druck und Stress keine guten Grundlagen sind, um ein Unternehmen zu führen. Außerdem kommt man irgendwann wirklich an den Punkt, wo man zu spüren bekommt, dass der Körper schreit: „Es reicht.“ Dauerstress und Dauerdruck sind wirklich schlecht für die Gesundheit.
Das Wichtigste ist, dass man als Captain des Ganzen aus der Ruhe heraus agiert. Und so war das für mich immer wieder meine Übung, egal welche Herausforderungen da waren: immer wieder zu mir zurückzufinden, zur Ruhe zurückzufinden, zur Vision zurückzufinden und auch vor allem zu vertrauen.
Eines meiner Hilfswerkzeuge in dieser Zeit war, wirklich bewusst mein Mindset zu wählen. Eine der Hauptübungen bezüglich des Mindsets war für mich der Satz:
🌿 Jeden einzelnen Schritt mit Liebe machen. ❤️
Jedes Mal, wenn ich wieder hunderte Kilometer fahren musste oder irgendwelche Arbeiten erledigen musste, worauf ich keine Lust hatte, oder wenn ich einfach müde und erschöpft war, wurde mir dieser Satz zu einem Mantra: Jeden einzelnen Schritt mit Liebe machen – und es ist wirklich erstaunlich, wie sich alles ändert, wenn wir unser Mindset richtig einsetzen.
Wir haben viel aufgebaut, viel investiert und viel gewagt. Umso mehr freut es mich, dass ich euch heute sagen kann: Unsere Lager sind gefüllt. 🌿 Der Winterdrop ist da: warme Mäntel, Kleider aus Cord und Musselin, unsere Lieblingssocken, Schals mit viel Wolle und vieles mehr. Alles ist mit viel Liebe entstanden und wartet nun darauf, zu euch nach Hause zu kommen.
❄️ Der Winterdrop ist für uns ein wichtiger Schritt. Mit ihm legen wir den Grundstein für unsere Produktion im kommenden Jahr und für alles, was wir schon an neuen Ideen in uns tragen.
Wenn du schon länger mit einem unserer Stücke liebäugelst oder einfach Lust hast, dir selbst etwas Schönes zu gönnen, dann freuen wir uns sehr über deinen Einkauf. 🛍️ Und vielleicht findest du bei uns auch schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk: Unsere kuscheligen Socken, die schönen Schals, unsere Sprüche und die Lotuskerzen machen anderen Menschen eine Freude. 🧦🧣🪷
Jeder Einkauf trägt dazu bei, dass Lebensbaum Eden weiterwachsen kann, Schritt für Schritt und in die Richtung, die sich für uns stimmig anfühlt. 🌳
Danke, dass ihr Teil von Lebensbaum Eden seid. 🙏💛
